Der Name “Tschernobyl” ist bis heute ein Sinnbild für die Gefahren der Kernenergie und die Nachwirkungen eines Reaktorunfalls. Der Schauplatz der Katastrophe ist auch heute, 30 Jahre später, noch von einer Beton- und Stahlkonstruktion eingemauert, die die Strahlungsbelastung der Umwelt minimieren soll. Dieser sogenannte “Sarkophag” steht nicht nur allegorisch für den darin eingemauerten radioaktiven Tod, sonder diente auch Vladimir Gubarev als Name für sein Theaterstück, dass er bereits ein Jahr nach der Katastrophe veröffentlichte. Die Handlung spielt in einem nahegelegenen Krankenhaus, dass nach der Reaktorexplosion eine Mischung an Patienten aufnimmt, die durchaus selbst Sprengkraft besitzt. Unter der Aufsicht der wachsamen Ärzte Sergejew, Anna Petrowna und Ptizyna treffen Mitarbeiter des Kraftwerks auf nunmehr verstrahlte Anwohner, aber auch eine Generälin und der Direktor des Atomkraftwerks können sich der Strahlenkrankheit nicht entziehen. Als dann eine Staatsanwältin auftaucht, um den Verantwortlichen ausfindig zu machen, eskalieren die Emotionen der Todgeweihten.

Die Theatergruppe Mikrokosmos lädt ein am 13./15./16./17. Juli in die ESG Heidelberg (Plöck 66). Eintritt: 8€ Ermäßigt: 5€ Reservierungen an: Mikrokosmos@gmx.de